Archive for September, 2011

Krawalle in Zürich

Donnerstag, September 22nd, 2011

Seit dem 10.September ist es in Zürich zu mehreren Zusammenstößen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen.
Hunderte Personen versammelten sich in der Nacht vom Samstag gegen 23:00 beim Bellevue, mitten in der Zürcher Innenstadt. Dorthin wurde offenbar zu einem illegalen Fest aufgerufen, als eine “Racheaktion” für ein vergangenes, von der Polizei beendetes Fest. Kurz nach dem ersten Eingreifen der Polizei, als sie 20 Personen, die auf ein Tramhäuschen stiegen, herunterholen wollte, sei die Situation eskaliert. Die anwesenden Personen begannen die Einsatzkräfte mit Steinen, Baumaterial, Flaschen und anderen Gegenständen anzugreifen. Die Polizei setzte Gummischrot und Tränengas ein.

Vor dem McDonald beim Stadelhofen brennten mehrere Mülltonnen. Diverse Scheiben gingen zu Bruch. Acht Polizisten wurden leicht bis mittelschwehr verletzt. Zwei junge Männer im Alter von 16 und 25 Jahren wurden verhaftet. Sie werden wegen Landfriedensbruch und in einem Fall auch wegen Drohung und Gewalt gegen Beamte angezeigt. Einer von ihnen musste jedoch vorerst mit einer Kopfverletzung hospitalisiert werden. Kurz vor 01.00 Uhr beruhigte sich die Lage wieder. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Sachschaden auf 100’000.-.

Am folgenden Wochenende kam es erneut zu Krawallen. Gegen 23:30 bewegten sich ca. 150 Menschen vom Hauptbahnhof Richtung Central. Die Polizei war bereits in der Bahnhofshalle präsent, wo sich die Leute versammelten, da zu einer “illegalen Party” aufgerufen wurde. Sie kontrollierte und verhaftete bereits im Vorhinein mehrere Personen. Als die Menschenmenge beim Central angelang, gesellten sich auch immer mehr Passanten dazu.
Kurz vor Mitternacht begannen einige vom Hirschengraben her Bauabschrankungen und Steine auf die Polizei zu werfen. Diese setzte einen Wasserwerfer ein und antwortete mit Tränengas und Gummischrot auf die zahlreichen Steine und Flaschen. Über mehrere Stunden konfrontieren sich verschiedene Gruppen Vermummter rund um den Bahnhof immer wieder mit der Polizei. Diverse Schaufensterscheiben gehen zu Bruch, Autos werden beschädigt und Abfallcontainer angezündet. Ein Polizeivan und eine Luxuskarosse werden umgeworfen. Die Polizei verhindert Versuche ins Limmatquai oder in die Bahnhofstrasse zu gelangen. Unterdessen gelingt es aber, die Tramhaltestelle des Bahnhofquai völlig zu zertrümmern.
Es kam zu über 100’000 Fr.- Sachschaden. Die Polizei verhaftete insgesamt 91 Personen. Eine 80-köpfige Gruppe wurde von der Polizei gestoppt, als sie versuchte ins Limmatquai einzubiegen. Sie erhielten Wegweisungen. Schliesslich wurden 91 Personen eingekesselt und festgenommen. 43 davon wurden am Sonntag wieder entlassen, die restlichen werden am Montag von der Staatsanwaltschaft befragt. Der grösste Teil der Festgenommenen wird wegen Landfriedensbruch, Gewalt gegen Beamte oder wegen Verstosses gegen das Vermummungsverbot angezeigt.
“Die meisten der Verhafteten sind Schweizer Staatsangehörige und sehr jung: Über 80 sind zwischen 16 und 25 Jahre alt, 3 sind jünger als 15 Jahre alt. […] Zwei Drittel der Verhafteten stammen aus der Agglomeration Zürich, ein Drittel wohnt in der Stadt. […] Fussballfans oder Angehörige des Schwarzen Blocks seien gestern Abend jedenfalls nicht in Erscheinung getreten”, meinen die Medien.

Kabelbrand.Kurz.Schluss: Ein Nachtrag

Donnerstag, September 8th, 2011

Sabotage als Streik im Kontext grollender Vulkane: Inspiriert vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull, der letztes Jahr den gesamten europäischen Luftraum lahmlegte und damit das Wirtschaftsleben für sieben Tage beeinträchtigte, hatten wir vor genau drei Monaten am 23.5.2011 einen Kabelbrand am zentralen Verkehrsknotenpunkt Ostkreuz verursacht. Linkerhand der Türen zur Kabelbrücke durchtrennten wir mehrere Schutzgitterstäbe. Just an diesem Tag meldete sich der nächste isländische Vulkan Grímsvötn mit solidarischen Rauchzeichen. „Wussten die überhaupt, was sie anzünden?“, fragte der Tagesspiegel. Ja, wussten wir. Das Ergebnis der Aktion stimmte mit unserer Idee überein. Das Ausmaß der Wirkung war gewollt und kalkuliert. (mehr …)

Solidarität mit den Randalierern in England!

Freitag, September 2nd, 2011

Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die nach der Ermordung von Mark Duggan durch die Polizei, diese in mehreren Städten bekämpft haben und dabei geplündert haben.

In contrary with the British politicians and mainstream media, the riots in England are no “mindless violence“ and “criminal acts“, but the direct consequence of government cuts, which are especially damaging to poor neighbourhoods. decennialong social deprivation and often unpunished police violence.
The riots were short, but vehement and took place from 6 untill 10th of august 2011 (mehr …)